Station 2: Die Schule

Hier können Sie Straberger Stimmen hören,
die von Ihrer Schulzeut erzählen.
Diesen QR-Code finden Sie auch vor Ort auf der Erinnerungstafel am Straberger Bunker.
Die Tondatei können Sie hier auch direkt starten:

Das heutige Alfred-Delp-Haus wurde zur Zeit des Nationalsozialismus
als Schule erbaut. Unsere Zeitzeugen sind hier zur Schule gegangen.

Zum einstigen Schulgebäude: Das im Nationalsozialismus 1936 errichtete und als Herbert-Norkus-Schule nach einem Hitlerjungen benannte Gebäude wurde 1968 in Alfred-Delp-Haus umbenannt. Es steht direkt neben der Dorfkirche Am Lindenkirchplatz (früher Dorfstraße) und wurde nach dem Neubau der Schule am Kronenpützchen als Zentrum für die katholische Jugend- und Seniorenarbeit genutzt. Es ist bis heute in katholischem Besitz und dem Erzbistum Köln zugeordnet. Zahlreiche Initiativen zur dringend nötigen Sanierung sind gescheitert, sodass das Gebäude wohl abgerissen wird. Doch auch die weitere Zukunft des Geländes direkt an der Dorfkirche St. Agatha ist derzeit ungewiss.

Meßdiener in Straberg

Da Straberger Jugendliche auch oft Meßdiener waren, haben unsere Zeitzeugen auch von Ihren Erlebnissen im kirchlichen Umfeld berichtet. Diese Tondatei können Sie hier direkt starten:

Die Strabereger Schulchronik

Eine ausführliche Quelle zum Geschehen in der Straberger Schule ist die Schulchronik, die von Hauptlehrer Hamacher 1949 begonnen wurde.

Hier ein paar Auszüge aus den ersten Seiten, in denen Hamacher die Situation bei der Wiedereröffnung der Schule nach dem zweiten Weltkrieg beschreibt:

Dorfgeschichte zum Anhören

Erzählte Dorfgeschichte zum Selbst-Erleben jetzt in Straberg – mit einem QR-Scanner auf Ihrem Smartphone hören Sie Zeitzeugen des Ortes.

Manfred Steiner und Susanne Baruschke beim Montieren der ersten Tafel am Straberg Bunker – Anfang November 2020

In Straberg wird Dorfgeschichte künftig bei einem Rundgang erlebbar – am Wochenende startete das Geschichtsprojekt „Straberg erzählt – Dorfgeschichte(n) zum Anhören“.

Seit Samstag (7. 11. 2020) können Sie mit ihrem Smartphone Straberger Zeitzeugen hörbar machen: Auf im Ort aufgestellten Tafeln finden Sie QR-Codes, mit denen Sie per Smartphone Tondokumente zu den jeweiligen Stationen anhören können. Den Anfang macht die jetzt frisch installierte erste Tafel am Straberger Bunker (Ecke Fasanenweg/Kronenpützchen) – hier berichten ältere Straberger Bürger über Ihre Erlebnisse aus dem zweiten Weltkrieg und nach Kriegsende. Insgesamt soll es acht Tafeln an verschiedenen Stellen in Straberg geben, die nun nach Fertigstellung der dazugehörigen Tondokumente aufgestellt werden sollen.

Die Idee zu dieser hörbaren Ortsgeschichte hatte Susanne Baruschke: „In Gesprächen mit älteren Bürgerinnen und Bürgern aus Straberg ist mir immer wieder die große Verbundenheit der Menschen mit ihrem Dorf aufgefallen, außerdem gibt es eine Vielzahl interessanter Geschichten und Erlebnisse aus der Dorfchronik zu berichten. Das lässt man sich am besten von den Zeitzeugen selbst erzählen“, ist Baruschke überzeugt, „denn so wird die Geschichte direkt lebendig“. Ab sofort werden diese ganz persönlich erzählten Erinnerungen auch für interessierte Besucher und Passanten des Dorfes hörbar.

Weitere Tondokumente sowie ergänzende Informationen zu den Zeitzeugen und historische Zusammenhänge ergänzen die Aktion – dieses Material ist über die Homepage des Projekts www.straberg.info zu erreichen.

Gefördert wird dieses lokalgeschichtliche Projekt mit einem „Heimatscheck“ des Landes NRW, den der Straberger Förderverein Jugend&Sozialarbeit für die Idee erhalten hat. Aus der Zuwendung von 2000 Euro wurden Aufnahmetechnik für die Interviews sowie die Herstellung der metallenen Tafeln bezahlt. Zeit für die ausführlichen Interviews, deren Sichtung und Zusammenschnitt sowie den Betrieb der dazugehörigen Homepage steuern Susanne Baruschke und ihr Mann Peter ehrenamtlich bei.

Zum Glück haben die Beiden einige Interviews schon vor Zuspitzung der Corona-Pandemie führen können, sodass einige der Geschichtstafeln schon jetzt aufgestellt werden können. „Bis zum Abschluss des Projekts müssen wir aber noch etwas Geduld haben“, sagt Susanne Baruschke, „denn derzeit wollen wir unsere für diese Aktion interessierten Interviewpartnerinnen und -partner natürlich nicht gefährden und haben weitere Tonaufnahmen deshalb vorerst aufgeschoben.

(Pressetext zum Start der Aktion, Veröffentlicht am 7. November 2020)

Station 1: Der Bunker

Der ehemalige Bunker in Straberg befindet sich am Kronenpützchen, Ecke Fasanenweg. Er wird heute als Fledermausbehausung genutzt.

Hier hören Sie Straberger Stimmen, die vom
2. Weltkrieg und der Nachkriegszeit erzählen.

Diesen QR-Code finden Sie auch vor Ort auf der Erinnerungstafel am Straberger Bunker. Die Tondatei können Sie hier auch direkt starten:

Der Bunker war mitten im zweiten Weltkrieg 1943 von den umliegenden Bewohnern Strabergs in Eigenleistung errichtet worden, um sich vor der zunehmenden Bombardierung des Dorfes schützen zu können.

Zeitzeuge Wilhelm Welter (gest. 2020) berichtet über den Bau des Bunkers
(Aufzeichnung einer Veranstaltung am Bunker im November 2018)

Der Bunker wurde bis nach dem Krieg genutzt. Er diente sogar als Wohnraum. In der Schulchronik kann man nachlesen: „So lebten zwei Jahre nach der Einweisung noch Vertriebene im Bunker, fünf Erwachsene in einem kleinen Raum“.

Auszug aus der Straberger Schulchronik nach dem 2. Weltkrieg

Wie klein der Bunker ist, sieht man an diesen aktuellen Fotos (2018):

Unsere Zeitzeugen haben weitere Details aus der Kriegs- und Nachkriegszeit berichtet. Hier können Sie einige weitere Passagen anhören:

Erinnerungen von Peter Schmitz:

Erinnerungen von Hans Lemper

Erinnerungen von Hans Kemper und Friedel Schotten:

Hier ein Auszug aus der Schulchronik über die Lebensverhältniss der Kinder nach dem 2. Weltkrieg in Straberg:

Straberger Geschichte(n)

Heimatscheck der Bezirksregierung für „Straberg erzählt – Dorfgeschichte(n) zum Anhören“

Der Straberger Förderverein Jugend&Sozialarbeit hat einen „Heimat-Scheck“ erhalten, um damit die Dorfgeschichte bei einem Rundgang durch den Ort erfahrbar zu machen. Nach der Idee von Susanne Baruschke werden dazu an markanten Orten der Dorfgeschichte mittels QR-Codes Zeitzeugen hörbar gemacht. Erste Stehlen mit den per Smartphone scannbaren Links zu Auduiodateien sollen noch im Herbst 2020 aufgestellt werden. Aus dem „Heimat-Scheck“ der Bezirksregierung Düsseldorf stehen für die Verwirklichung dieser Idee insgesamt 2000 Euro zur Verfügung. Auch die Stadt Dormagen hat ihre Unterstützung für diese Idee zugesagt.

Eine erste Kostprobe können Sie jetzt schon hören:

Stilles Örtchen 😉
Der dazugehörige QR-Code, wie er auf einer Tafel im Dorf platziert werden würde.

Mehr zu diesem Projekt erfahren Sie bald hier!